Uwe Timms “Heißer Sommer”

So, hier nun meine noch nicht berühmte Art, mich mit einem literarischen Werk auseinanderzusetzen, indem ich euch mindestens ein Zitat, das mir aus Gründen spontaner Assoziationen besonders gefallen hat, vor die Füße werfe.

Aus der Kategorie “Sprache und andere Hürden”:

Da brüllte er sie an: Du hängst mir zum Hals raus, ellenlang.

Sie hatte ihn angestarrt, Verblüffung in den Augen, dann Angst.

Wie war er nur auf dieses Wort gekommen, ellenlang.

Uwe Timm: Heißer Sommer, Köln 2008, S. 13.

Eine Beobachtung zu Prozessen innerhalb von Gruppen egal welcher Natur oder Zielsetzung sie ursprünglich mal verbunden waren:

Das sind doch ganz brutale persönliche Machtfragen. Die basteln da an ihrem Selbstwertgefühl. Das stabilisieren die, indem sie die anderen aufs Kreuz zu legen versuchen. Und das rationalisieren die dann mit Marxismus.

Ebd., S. 243.

Ja, das war’s. Nächstes Mal gelingt es mir dann vielleicht auch wieder mehr, Menschen auf das dann betroffene Buch neugierig zu machen. Ich lese jetzt Bulgakows Der Meister und Margarita. Faust-Anspielungen, ich komme!


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