Lebensabend mit den Buddenbrooks

Er dachte nicht viel, er sah nur unverwandt und mit einem leisen Kopfschütteln auf sein Leben und das Leben im Allgemeinen zurück, das ihm plötzlich so fern und wunderlich erschien, dieses überflüssig geräuschvolle Getümmel, in dessen Mitte er gestanden, das sich unmerklich von ihm zurückgezogen hatte und nun vor seinem verwundert aufhorchenden Ohr in der Ferne erhallte…
Thomas Mann: Buddenbrooks, Frankfurt am Main 10. Aufl. 2008 (1903), S. 70.

Aber bevor ihr auch eure Augen schließt, nehmt noch das Folgende mit auf den Weg:

Individualität! … Ach, was man ist, kann und hat, scheint arm, grau, unzulänglich und langweilig; was man aber nicht ist, nicht kann und nicht hat, das eben ist es, worauf man mit jenem sehnsüchtigen Neide blicket, der zur Liebe wird, weil er sich fürchtet, zum Haß zu werden.
Ebd., S. 657.

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