Sonett eines schlaflosen Lyrikers, geschrieben nach einer langen Nacht guten Schlafes von einem anderen.

Sonett eines schlaflosen Lyrikers, geschrieben nach einer langen Nacht guten Schlafes von einem anderen.

gesenkter Blick – warum sollt ich ihn heben:
die Straße grau, die Häuser grau, der Himmel
noch grauer fast, mein ich. zwar ein Gewimmel
um mich her, doch die Menschen… grau erregend.

gesenkter Blick – die Augen möcht ich schließen:
nur hin zum Schlaf, ins Reich des Traums, in Morpheus’
grad jüngst zu oft verschmähte Arme. wach dreut’s
mir alles zu entgleiten. denn genießen

kann man auf jeden Fall erbärmlich wenig
von den Ergüssen, die mir mühsam sämig
aus meiner Feder tropfen. ganz egal

wie viele sich auf diesen Freud berufend
dereinst dann eine Theorie sich suchen,
den Autor zu ergründen: war’s doch Wahl…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.