Keinfrühlingsgedicht

Der Himmel blau und Winde wehen
durchs volle grüne Laub.
Sie blasen von den Dingen kräftig
den winterlichen Staub.

Ich sitze vor dem Stubenfenster
und blicke stumm heraus,
umgeben von so vielen Dingen:
Sie sehen staubig aus.

Schwermut II

Es drückt gar schwer in meinem Busen.
Mich zu bewegen, fällt
in schmerzensreicher Art und Weise
so schwer mir, dass es hält:

zurück und ziellos auf der Stelle.
Wenn man es recht bedenkt,
ist alles klar, doch ohne Aussicht:
Ich habe mich verrenkt,
was sogar meinen Geist beschränkt,
in immer gleiche Bahnen lenkt
und mit dem Wahnsinn noch beschenkt –
ich habe mich verrenkt.

Zukunftsblues

ich blicke von der Arbeit auf
und sehe aus dem Fenster:
die Dinge nehmen ihren Lauf
dort draußen vor dem Fenster,

und drinnen? hier bei mir im Haus?
ich starre aus dem Fenster,
ich male mir die Zukunft aus
und fürchte die Gespenster.

nur im April

an einem dieser Tage wars,
ich neigte zu der Sonne
den Blick, um ihren warmen Strahl
zu fangen, suchte Wonne

und fand sie, fand sie wirklich bis
ins Auge mir vom Winde
ein Korn des Hagelschauers wurd
getrieben. Dies verbinde

und sieh der Wahrheit ins platte Gesicht:
das Leben ist wie Wetter,
wenns im April tut, was es will,
das Leben ist ein Wetter.