Kreation

Kreation

Mir sagte eine Stille,
es sei ihr innig Wünschen,
dass ich sie wörtlich fülle.
Ich sprach ihr von den Nymphen

und allen Dingen, die
sich in die Ordnung fügen.
Und davon, dass es – sieh! –
so doch nicht sei. Es trüben

im steten Wandel sich
schnell meine Augen und
sie suchen für mein Ich
trotz Nebels neuen Grund.

von dreidreidrei und einsvierzwei

von dreidreidrei und einsvierzwei

ein Alexander
lächle ich
mein Ende

die Welt gegriffen
auf diese
oder jene Weise

in meinem Geiste
vor allen
lächle ich

wollte voran und
wollte wieder
zurück, um wieder voran
zu kommen

und wer bist du?
lächle ich
ich habe es gesehen
lächle ich
hab es gesehn
und neue Namen, wenn ich will
und endlich doch den einen
meiner Eltern

und dieser Bus
hält meinen Geist
nicht mehr.

arbiträr.

arbiträr.

blau-grün verschwimmt grau vor meinen Augen Abendhimmel
für eine Nacht der Gedanken, die dankend denkend
Kreise um mich schlagen, deren Zirkel ohne Ende
jeden Anfang leugnen und mich mit dem runden
Mond verhöhnen.
ohne Ein und Aus gestehe ich mir ein, dass aus
uns viel zu viel für feste Sätze springt und
gebe mich dem Schauen hin und finde mich
hypnotisiert von all dem Glänzen aller Dinge,
all dem Dingen allen Glanzes, jenem Unsinn
dieses Nichts.
Alles.

Übernacht (inkl. Audio)

Übernacht

Frische kaskadierend kühner Nacht,
die – erwacht – bewusstes Sein entfacht:
Lose Leere lässt den Raum verschwinden,
Nähe naht und will die Menschen binden.

Bäume schummern rauschend ihr Verschwimmen,
während in den Augen Leben glimmen,
die sich dem Vergehen springend weigern,
sich schon bald zu ganzen Sätzen steigern.

Worte meint man davon gar zu hören,
lässt von ihrem Wahn sich glatt betören,
will mit ihnen schreien, blinzelt wild,

stürmt und tobt und strömt unzählig Unde,
trägt sein Selbst als Welten wertste Pfunde —
dann der Schlaf, der wunde Augen stillt.