ausrichtungwort

ausrichtungwort

zeit ohne worte
unnahbar heute
alles vermittelt

alles vermittels
etwas anderem

und dieses andre
immer anders

in der wiederholung
eine wieder-holung?

alles täuscht
in seinem tausch,
der die austauschbarkeit
zeigt: trist verzweigt
als baum, der schweigt.
was ist das?
geformt, verformt–
reformen des verlusts.

doch lust, ja lust,
ab und an.
nur hedonistisch, klingt es dann

und dieser klang
klangt meine suche
nach der form,
die sich nähert,
es formt, noch einmal,
einmal noch

ich richte mich
ein
bisschen
ein.

nichts zu haben/wissen/können – was war, zu glauben/lachen/preisen

nichts zu haben/wissen/können – was war, zu glauben/lachen/preisen

hinter manchen Ecken rauchten kleine
Revolutionen. doch uns kümmerten schon die
großen Ideen wenig. schmunzelnd eine
Überlegenheit ahnend ließen wir sie

einfach. uns alltäglich unterhaltend
über Gleiches mit den Gleichen, übten
an bekanntem Ort wir uns verwaltend.
kaum mal Dinge waren, die betrübten.

ja, wie wir damals unsre Runden drehten
und unsre Spuren in den Staube drückten,
dachten wir kaum an die schon verwehten.

zeitlos, dieses auf dem Schulhof Kreisen:
gewiss sich seiner und der neuen Weisen –
bis wir mit den Jahren uns entrückten.

zusprechen

zusprechen

wir wägen das
Unwegsame mit Wörtern
hin und her.
wortlos ist das,
alles los der Worte,
unser Los der Wörter.

ein wenig Orakeln
stützen wir auf das,
was war und damals
wahr war.

wir wahren die Waren
in neuen Verfahren,
die als Partizip schon
ihre eigene Erneuerung
verlangen.

und wer erneuert den,
der – auf seine Weise? –
schon gemenscht hat?
nichts angelegt in der Sprache,
der Ausweg verschlossen ganz offen
oder nur offen verschlossen.
vielleicht ist das Freiheit?

mein Fanal?

mein Fanal?

alles so banal,
nicht?
mit jedem Ruck
rücke ich näher
ans unverrückbar
ungesehen Unverstehen.

ein paar Neologismen
strample ich der
Neonnacht und der
Schaffenspracht,
die Tage macht,
vielleicht noch ab.
und sehe doch nur
den Wandel der
Zeiten, Gezeiten, Weiten, Breiten, Heiterkeiten,
die mich als letztes System
immer bestimmen.

wir schleiern in Reime
und andere Formen
ein schmerzendes Unvermögen,
das vor jedem Kapital stand.

vielleicht noch als Segen.

das Buffet ist eröffnet

das Buffet ist eröffnet

greif dir was
vom Teller mit den
Leckereien
und Schalmeien
und leck mir einen,
der sich mit
Briefmarken auskennt
für den Weg zu Verbindungswegen,
auf denen man auskennt,
was es zu wissen gibt,
um gut durch zu kommen.

und komm mir gut durch zurück!,
hat Mama gesagt,
wusste, was sie meint.
meinte immer, zu wissen.
wusste aber mehr.

äh?
interjektioniere doch woanders,
denn ich kann das
und noch mehr.
alleswasichwill.
ja.
jahr nicht
die ganze Zeit.
ist eh nicht zeitig
genug
und zu zeitig
und immer alles zeitlich,
bis du dann den Mund aufmachst.

und mach kein Fass auf,
nur weil du ein paar
Nägel ins Holz gehämmert hast.
auf den Kopf
und so.
pflanz lieber nen Wald,
du Sünder,
dein Sprachschrat.

alles mit allem konnektiert

alles mit allem konnektiert

alles nichts geworden.
nichts also alles.
weiter mit allem im nichts.

jedenfalls
immerhin
nennend und anders
einen zusammenhang
hergestellt, aber dabei
hörer und sprecher
vereint:
die origo partizipial
umgangen,
Relationen propositional
realisiert.

prozedural operativ statt deiktisch,
gemeinsame Konstellation
für Handlungsanschluss
geschildert.
so gemeinsam weiter könnend–

übrigens als elipsen zu kurz gegriffen.