Überlegenheitsparaphrase

Überlegenheitsparaphrase

eine Phase
hellsten Lichts
scheint in mir

eine Phrase
übers Nichts
keimt in mir

und ich schleudere sie raus da,
denn sie muss raus da und ihr
hört mir zu da, denn ich zeig
euch ein “da lang!” und da kommt
jemand und will mir in meine
Parade fahren, doch da lass ich
mir nicht in die Parade fahren:
da mach ich einfach weiter, da
das trotz Nichts noch geht.

irgendwie–

mit der Wucht, es gut zu meinen,
trat ich morgens aus der Tür.
doch die Sucht, auch klug zu reimen,
ließ mir keinen Raum mehr für
verständnissicherndes Handeln.

ins Leere

ins Leere

die Welt in lähmendem Licht
am Nachmittag, doch ich
tanze mit einigen Tropfen,
die um mich schleudern.

ich denke mir neue Worte aus
und behalte sie für mich.
bald, verspreche ich dir
und nehme deine Hand.

siehst du die Finger?
wie sie sich schließen?
umfließen? weil wir
es wollen. es können.

erzähl mir davon,
sage ich und sehe halb an
dir vorbei und du schweigst,
hast verstanden.

sich entsagen (gelesen)

Weil ich da gerade Lust zu hatte, hier noch ein kleines Stückchen aus der Lesung. (Die Aufnahme erspart es mir, tatsächlich mal aktiv zum Mikro zu greifen, um hier Inhalte zu schaffen.) Also, viel Spaß damit. Das zugehörige Gedicht findet ihr hier zum Mit- oder Nachlesen oder Ignorieren.

bob dir was

bob dir was

for the times
they are
a-changin’,
was? und
ich spüre das
Drängen und
will dieses Weiter,
von dem wir uns
trunkengeflashed
berauscherzählen,
das wir wählen, in
unsrer Version
der Demokratie!die
Bewegung bewegt mich
zu auf euch, weg von denen,
andersherum, wer kann das wähnen?
wir altern, verdammt, wir altern,
und morgen schon werde ich gähnen!

doch mehr
ist da nicht,
was sich
ändert, mit
Blick aus der
Ferne, die
grinsen
mich lässt und das
Wie
frei-
stellt.

Ausschnitt aus der Lesung vom 25. Juni

Ja, einen wunderschönen guten Abend. Ich bin hier, um endlich mal ein Versprechen zu halten. Toll, nicht? Ja. Also. Los.

Ich habe euch etwas mitgebracht. Und zwar einen Ausschnitt aus der Lesung vom 25. Juni 2010. Das ist insofern beachtlich, als dass ich weder über genügendes Equipment für derartige Aufnahmen noch über die technischen Fähigkeiten zur Bearbeitung derartiger Aufnahme verfüge und euch dennoch nicht die Ohren abfallen werden. Nicht völlig zumindest.

Wie dem auch sei. Meine Wenigkeit liest “Denn, wenn etwas geboren wird, dann hat es einen Namen zu tragen, damit man mit ihm oder ihr oder über es oder sie oder ihn schnell verständlich kommunizieren kann.” – Ein Sonett.


Programmatik

Programmatik

vernehmt
meine expeditive Prozedur,
mit der ich den
Kreis schon schließe!

Näherndes:
Systematik als
Wissenschaft, als
Lebenskraft, als das,
was ruhig mich macht im
Angesicht gesichteter Gesichter, die
mir verschwimmen, bis ich
neue Namen finde.

so geordnet, habe ich mich
in Ordnung verordnet und das
zernichtet, ja
zernichtet, doch
man kann noch immer
weiter.