zeitfrei
willkommen zur zuflucht
einer utopie
in der disziplinargesellschaft,
in der zeit sich frei schafft,
nachdem das freizeitproblem
schon beseitigt ist.
willkommen beiseite,
willkommen.
zeitfrei
willkommen zur zuflucht
einer utopie
in der disziplinargesellschaft,
in der zeit sich frei schafft,
nachdem das freizeitproblem
schon beseitigt ist.
willkommen beiseite,
willkommen.
Bestandsaufnahme
mein Steigen
verzedert
entwirkt
doch hehlend,
hehlend!
mich vergessen
lassend
den Rückstau,
mich täuschend,
doch hehlend
und erhabener
wirds nicht.
geborgen
sturzentrückt
zu gleich verzückt
vom Reim, den ich
mir auf die Dinge
mache, sie so erst
schaffe und mich
erinnert fühle.
und das
genügt, um mich
zu morgen.
mir neuen Morgen
von der Welt
zu leihen.
Blaupausen
den Unrat beherzigt
dem Leben ein Kreuz geschlagen
Schachbrettmuster auf dem Bahnsteig
Zug um Zug ermatte ich
die Uhr schon zu weit voraus
verzweigt gezeitigt in der Metropole
das Gros der Stadt ergraut hin zu wärmeren Nächten
und mich hält kühle Gruft
durch die Betriebspause
nivellierende Novalisierung
schon gewesen, nie gewesen
im Wald gefunden
auf der Flur
dem Flur
zur Halle, zur Halle!
Versuch, Sterne zu sehen
mit Kopfstoß an der Leuchtreklame
ja, ich weine, ja ich warne
seht mich leiden
lasst mich
lasst mich so sein
Last sein! Last sein!
solange keine Sterne stehen
nein, ich bleibe
es ging um mich (alt.)
graffiti schon in pompeji,
lachtest du aus augenwinkeln
über knochenschulter.
mit blümchen-scheibenwischerblätter-buketts
an rostigen autos
prahlte ich.
und im wind die sackgasse hinauf lockte straßenecke.
es ging um mich
schon in pompeji hätten sie
graffiti gehabt, lachtest du
über deine knochige schulter
aus dem augenwinkel herüber.
dass ich gern bunte blümchen mit den
scheibenwischerblättern rostiger
autos zu ‘nem bukett zusammenstecke,
suchte auch ich, eindruck zu schinden.
und von der straßenecke kam
verlockung die sackgasse hinauf geweht.