Schreibanlass

Dem alles umfassenden,
mich niemals verlassenden
Nichts zum Trotze

pflanze ich meine
sich feinsinnig reimende,
in Metaphernglanz scheinende
und zukünftig keimende
Standarte auf –
im vollen Lauf –
und murmele so leise
wie weise
“Ach, Nichts, du F….”

Das ganze verkehrte Wesen

Das ganze verkehrte Wesen

 

Ein weiterer warmer Novembertag in diesem zu kalt geratenen Frühling. Menschenleere Straßen in meinem Wohnviertel, ein trostloses Kinderfest, das in der Planung sicherlich Sonnenschein verdient hatte und vergessene Gefühle, die sich neben der kriechenden Kälte bemerkbar machen wollen. Sie wählen den ihnen in langen Jahren der Sozialisation und Selbstdisziplinierung aufgezwungenen Weg und mein Verstand beginnt mir Streiche zu spielen. O Einsamkeit, du oft besungene! Egal wie oft ich versuche diese neuerliche poetische Regung, deren Sackgasse mir sogleich offenbar wird, zu unterdrücken: O Einsamkeit, du oft besungene!

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