Frühling,

noch bevor die ersten Dichter
dich in ihren Liedern preisen,
brechen deine Bohrkopfblüten
in die triste, graue Welt.

Diese kurze, süße Spanne
spielst du deine warmen Weisen
nur für dich und deines Gleichen,
bis die Welt dich überfällt.

Bloß erahn‘ ich noch den Zauber,
den Beginnen dir enthielt.

Manöverkritik

Ich breche Verse
wie Stöckchen vom
Wegesrand und
erweise mich
mir selbst
als fähig,
Verse zu brechen.

Übers Knie oder nicht –
die Klarheit
des Gedankens
obsiegt. Sie ist
nicht anfechtbar.

Ich breche Verse
am Wegesrand
und bin
mir selbst
übers Knie gelegt.

Paterson, dem Bruder im Geiste

Ich entscheide mich, das
Notizbuch wieder aufzuschlagen und
in meiner Form – wenigstens –
wieder die Dinge niederzuschreiben
oder aufzuschreiben.

So viele leere Seiten sind da noch
und niemand sonst, der sie füllt,
und worin soll denn dereinst dann
jemand herumblättern?

Diese Seite hat ihre Bestimmung
gefunden und mir für den Moment
die meine gewährt.

Warum schreiben

Warum schreiben

Lass die gold’nen Zeiten aufmarschieren,
die ein so bewusster Rhythmus führet,
dass – beim Klang der Schritte schon gerühret –
jedes Haupt sich dreht und wiegt. Vibrieren

soll in allen Köpfen Tritt der neuen
Richtung, die wir schlagen. Lass darum sie
auch die Banderolen seh’n. Warum die
noch verstecken? Soll ihr Weh’n doch freuen!

Ein Zurück sei uns ein Vor ab heute,
wenn es dieses Glückes Glocke läute:
Menschsein, das aus Sprache dir sich nähert.

Präge dir selbst Münzen noch im Schaffen:
Denke nur im Werk daran, zu lassen,
weil’s aus jedem dichten Wort dich nähret.