jedes Aufstehen
hinterlässt Leere.
das lass dir eine sein.
jedes Aufstehen
hinterlässt Leere.
das lass dir eine sein.
der vorrat ist
aufgebraucht
bekümmerlich
näseliches
dichterjammertum
versweit
um
brüche
ich schwanke hin
und schwanke her,
ich drehe frei
und mehr und mehr
beginne ich
zu sehn, wie sehr
mich alles streift,
nur streift, nicht mehr.
innerlich keuchend sich zu entscheiden, eine pause zu machen, nur um zu merken, dass man weiter hinrast, bis man die eigene unzulänglichkeit dann
endlich erduldet
Auf dem gelb verdorrten
Rasen federt jeder
deiner Schritte, so dass
du meinst, deiner Schwere
enthoben zu sein, und
du bemerkst, dass stellver-
tretend für die ganze
Welt hier drei Nationen
eine Dürre leiden.
Im Transfer von
Tokio-Haneda nach
Shinjuku rezitiert der
Fahrer des Busses – kaum
auf der Schnellstraße – in
sonorer Tonlage Verse von
größter Demut dem
Leben gegenüber.
Selbst wenn es der
Sprache Mächtige nur
über die Anschnallpflicht
belehrt hat.
eine tonlose welt liegt
hinter der von vergangenen regen
verdreckten scheibe.
dann und wann regt sich
tatsächlich etwas: ein auto, ein mensch.
ein brummen? ein brummen!
ich höre es brummen –
es brummt in den wolken,
zu sehen ist nichts.