wie betont

wie betont

wie und ich nenne
kein beispiel kann
man denn noch wissen
was bei spiel und brot
noch für was zu nehmen
ist denn nehmen wir
uns mal die zeit und an
dass da unterschiede
dass da unterschiede
dass da unterschiede
also denn nehmen wir
nehmen wir es nur mal
an dass da unterschiede
sind dann sind da eben
unebenheiten ist dann
eben so und das wortspiel
sei verkniffen ich will
nur meinen oder meine zu
wollen dass da unterschiede
sind und dann ist das wohl
so wenn ich nur will nur
nur das ändert nichts
an all dem wie und dem wie
allen dessen was irgendwie
einem wie folgt das wirklich
wirkt und wie auch immer
die unterschiede vergessen
macht die unterschiede
verschiebt meine ich mit
seinem wie im wie ach wie.

zwanghafte Praxis

zwanghafte Praxis

mein Kopf, er ist so leer
von all der Theorie:
ich finde ihn nicht mehr,
den Wert im Wort,
dem einzelnen.

mein Kopf, er ist so schwer
mit all der Theorie:
ich weiß nicht was, nicht wer
in all dem Wort von Wert
im Sinnzusammenhang.

tja.
tja.
“mitgefangen”
sagt man wohl.

Schreibblockiade

Schreibblockiade

ein Riss in der Dichtung
und es sprudelte nur so.
nur so war bald auch
das Maß voll. egal wie
maßvoll da noch abgeschöpft
wurde. wahllos ging da die
Wahl los und ganz kurz
war das kurz ganz und
aus jeder Ente
konnte Kunst werden
und gute Ware. schön, ne?

vorbei.
ich wähle
den Stöpsel!
das ist meine Freiheit.
ich wähle den Stöpsel und lege
mich aufs Trockendock und gehe
jede Wette
ein.

muße ich denn, muße ich denn?

muße ich denn, muße ich denn?

bei der Müßigkeit der Muse,
wenn man schreiben muss,
verwandle ichs in Wollen,
bis ich wieder kann.

doch die
Dürftigkeit des Dürfens,
diese Dringlichkeit des Dehnens
hin zu nie erreichten Grenzen-

o, wer kann da länger können?
ich ertrinke so bedarft.
und mein Wollen,
das will müssen. nein,
kein Mensch muss mußen
für den Müßiggang der Kunst.

denn die Kunst, die
kommt vom Können, und
können kann
man stets genug.

es gibt nichts Gutes,
außer man tutets.

tut, tut.

entariadnet

entariadnet

somnambul und melancholisch.
gibt es nur die eine Welt?
wie komisch.

der nächste Halt. ich blicke auf,
der Bahnhof schreit und ich:
wo wohn ich?

ein Chor, der durcheinander singt.
ein Ohr, aus dem der Kopf nicht dringt.
die Welt der Regeln.

und Gebote!

O Bote, geh?
Geh, Bote!
und Oboen ohne Noten
spielen doch Musik.

und wir entkommen
nicht.

sich Zeit nehmen

sich Zeit nehmen

ob festgelegt wie
“ein mal Reiskochen” oder
willkürlicher wie
“ein mal Pissen”,
es rückte immer näher.

war schon im Sonnenauf-
und untergang,
war in der Ebbe
und in der Flut;
doch nicht genug.

was ihr getan habt,
ihr Uhrmacher,
ihr Zeitmacher?
die Freizeit befreit
aus der Lebensumarmung!

und

“wie spät?”, fragst du?
zu spät, fürchte ich,
zu spät.

im Fluss zu leben

im Fluss zu leben

harmonisiere mir
die Elbe viel zu leichtfertig.
leicht fertig schwapp ich so
im Wellengang.
und das ist so
der Welten Gang,
meine ich, mir
angelesen zu haben
und zu haben bin ich
auch noch für so
manches Und und
so sagt man wohl:
und?