Manöverkritik

Ich breche Verse
wie Stöckchen vom
Wegesrand und
erweise mich
mir selbst
als fähig,
Verse zu brechen.

Übers Knie oder nicht –
die Klarheit
des Gedankens
obsiegt. Sie ist
nicht anfechtbar.

Ich breche Verse
am Wegesrand
und bin
mir selbst
übers Knie gelegt.

Leben

der Regen steht
in der Luft und
demnach ist
es eine Entscheidung,
nasser zu werden
mit jedem Schritt.

ich wende mich um,
erkenne wieder.
weiß nicht, was
der Stillstand bedeutet.

ganz ohne Wasser
natürlich tot, aber
das Bild zerfasert
in diesem Getropfe.

selbstredend:
ich
halte
inne.

Bei Verstand?

Die Kälte draußen, die
hereinströmt, wenn ich eines der
deckenhohen Fenster weit öffne,
sorgt – sagt der angenommene Laie in mir –
für eine große Klarheit der Luft, die
sich auf den Kopf überträgt.

Wenn ich durch die Stadt
oder über das Land
wandle,
öffne ich
meinen Mantel von Zeit zu
Zeit und atme tief,
mich an der Klarheit erfreuend,
dass ich von dieser Klarheit weiß.

Paterson, dem Bruder im Geiste

Ich entscheide mich, das
Notizbuch wieder aufzuschlagen und
in meiner Form – wenigstens –
wieder die Dinge niederzuschreiben
oder aufzuschreiben.

So viele leere Seiten sind da noch
und niemand sonst, der sie füllt,
und worin soll denn dereinst dann
jemand herumblättern?

Diese Seite hat ihre Bestimmung
gefunden und mir für den Moment
die meine gewährt.