nackt
hast du noch
wörter?
also, ehrlich:
vorher nachgedacht?
da ist
nicht
viel.
ein kleiner moment
SCHÖPFUNGSAKT
und dann ist es schon
wieder einfach nur da
und nur dieser akt.
nurakt.
nackt
hast du noch
wörter?
also, ehrlich:
vorher nachgedacht?
da ist
nicht
viel.
ein kleiner moment
SCHÖPFUNGSAKT
und dann ist es schon
wieder einfach nur da
und nur dieser akt.
nurakt.
sich wegrelationieren
mit verwirr-
ten FormFunktionszu-
sammenhängen
weiter Weiteres,
weiteres Schreiben,
das schmaler
nur zum Rumhängen
wird.
An den Hängen rum!,
hast du den Weg
beschrieben, aber
ich wollte mich,
wollte mich,
wollte
mich
trotzdem da hoch schreiben.
Glaubt ihr an den Reim?,
riefe ich da oben –
hörte ich kein Nein!,
ich glaubte mich verwoben.
Instrumentalistik
Kirchturmspitzen brachen einst von den
Dächern jeden Hauses auf gen Himmel.
Und ihr ehern’ Glockenklanggebimmel
Konnte über alle Plätze weh’n.
Fast vergeblich suchen Augen itzt
Jenen alten Fixpunkt in den Schluchten
Neuer Häuser und Paläste. Fluchten
Zeigen nur, wo Geld im Glasturm sitzt.
Zeiten, Sitten, o! Verspiegelt ist
Damit die Gewissheit uns’rer Ahnen
Und die Welt geworfen aus den Bahnen.
Durch moderne Schatten stolpernd misst
Jeder Schritt Distanz, die noch verbleibt,
Bis ein Nichts sich Alles einverleibt.
Verwicklichung
Plastik pumpt durch meine Venen,
doch noch ist es nicht ausgehärtet.
formbar noch, lässt es das Sehnen
an mein jugendglühend Herz,
das mir sogar den Reim mit Schmerz
gestattet. und ich kämpfe Kämpfe
kämpfend mit den Formen eurer
Fassung, leidend erste Krämpfe
der Ermattung, wenn ich sehe,
dass ich reime und mich an
ein Versmaß binde. o, ich stehe
auf und auf der Leitung! Man!
mich ergreifen
im Winter wird dich mein Arm
durch die Straßen führen.
wir beide in Schals
und Mänteln,
mit Mützen.
von den Häuserschluchten
durch der Wälder Wuchten
zu der Gutbetuchten
Villen.
und ich werde für nichts
Augen haben als
für dich.
irgendwann wirst du
dich wenden und mich
schräg von unten
was? fragen.
gegen eine
Träne kämpfend und
hoffend, nicht vor
Klischee zu sinken, werde ich
nicht antworten.
Appalachenblick.
(Ein Wikivolkslied auf Heinrich-Wasistswert)
Dass wir der Engel nicht vergäßen,
stünden oben Sterne,
ließ der große Kerl uns wissen.
Denn trotzend ihrer Ferne,
mahnten sie der Worte Gottes
als seine Lichter im Dunkeln.
Ob Erwählter oder nicht sei
blickend in das Funkeln
gleich, weil nie ersichtlich. Nutzen
sei, wonach man strebe,
eifrig sich zu mühen, ohne
dass man weltlich lebe.
So erklang sein sola gratia
und wir könnten leise
fragen, wie das mit Ojibwas
sei: Ob ihre Weise
denn niemals das Heil verheiße,
ob ihnen nur die Hölle
offen stünde und ob diese
dann nicht überquölle?
Oder, ob der Herr sie schonte,
als man Ihm erzählte,
dass sie sich den Weißen fügten?
Sie plötzlich als Erwählte
also gen Himmel fuhren? Ach, wir
Kinder unsrer Zeiten
sind doch so befangen. Darum
lasst mich in die Weiten
der Geschichte ahnend lächeln
und in des Zeitgeists Laune
singen, dass man besser niemals
wieder vorschnell raune.
Denn auch wenn einer mächtig klug von
der Erlösung faselt
ist Verblendung nichts, was Menschen
wie auch immer adelt.
—aoouuu…!
Dass wir der Engel nicht vergäßen,
stünden oben Sterne,
ließ der große Kerl uns wissen.
Denn trotzend ihrer Ferne,
mahnten sie der Worte Gottes
als seine Lichter im Dunkeln.
Ob Erwählter oder nicht sei
blickend in das Funkeln
gleich, weil nie ersichtlich. Nutzen
sei, wonach man strebe,
eifrig sich zu mühen, ohne
dass man weltlich lebe.
So erklang sein sola gratia
und wir könnten leise
fragen, wie das mit Ojibwas
sei: Ob ihre Weise
denn niemals das Heil verheiße,
ob ihnen nur die Hölle
offen stünde und ob diese
dann nicht überquölle?
Oder, ob der Herr sie schonte,
als man Ihm erzählte,
dass sie sich den Weißen fügten?
Sie plötzlich als Erwählte
also gen Himmel fuhren? Ach, wir
Kinder unsrer Zeiten
sind doch so befangen. Darum
lasst mich in die Weiten
der Geschichte ahnend lächeln
und in des Zeitgeists Laune
singen, dass man besser niemals
wieder vorschnell raune.
Denn auch wenn einer mächtig klug von
der Erlösung faselt
ist Verblendung nichts, was Menschen
wie auch immer adelt.
—aoouuu…!
Überlegenheitsparaphrase
eine Phase
hellsten Lichts
scheint in mir
eine Phrase
übers Nichts
keimt in mir
und ich schleudere sie raus da,
denn sie muss raus da und ihr
hört mir zu da, denn ich zeig
euch ein “da lang!” und da kommt
jemand und will mir in meine
Parade fahren, doch da lass ich
mir nicht in die Parade fahren:
da mach ich einfach weiter, da
das trotz Nichts noch geht.
irgendwie–
mit der Wucht, es gut zu meinen,
trat ich morgens aus der Tür.
doch die Sucht, auch klug zu reimen,
ließ mir keinen Raum mehr für
verständnissicherndes Handeln.