ein abschied von … ASPEKTEN AN OBJEKTEN

ein abschied von … ASPEKTEN AN OBJEKTEN

die moderne eingenordet
sowie den südenwestenosten
alles abgeseift
irgendwie so

so irgendwie war das ist das gewesen
mit dem gleichheitsideal
und dem krummen lineal
so genial so genial
irgendwie

es kommt es kam
ok ok 'ne letzte präzision
von preziöser dimension
doch wir sind schon
irgendwie anders so
so anders so

Weltenbrand

Weltenbrand
 
cui bono? und warum
nicht ich?
eine Leitsatzfrage der
potentiell pragmatischen Prototypperson der Postmoderne, die
nur zu gerne
einen letzten Grund
über den Vorteil hinaus hätte,
der ja leider vielfältig
ausfallen kann.
 
der einfachste Weg,
die Verantwortung,
die Resignation.
ich nehme, was ich kann,
und ich kann, dass ich nehme,
nur noch als Weiter verstehen
und ich sehne
mich nach Halt, den ich
mir reimend noch suggeriere,
weil dieser Funken in mir
sein Glimmen nicht lässt.

Fragmente aus Notizen einer Zeit fragmentierender Gesamtdarstellungen. Oder: Eine Ade (Ode ade)

Fragmente aus Notizen einer Zeit fragmentierender Gesamtdarstellungen. Oder: Eine Ade (Ode ade)

Postmoderne,
ach, wie gerne
glaubte ich,
du wärst Chimäre
und ich fände
neuen Halt.

doch halt!

Prost, Moderne,
auf die Wärme
deines Herds,
auch wenn du
deinen Schwung
verlierst in all den
neuen Windungen und
Verwickelungen.

denn eines noch,
bevor ich es vergess,
erst neulich da
erreichte mich ein Brief:
ein alter Freund,
der schrieb:
„modernes war
schon immer
post.“

Instrumentalistik

Instrumentalistik

Kirchturmspitzen brachen einst von den
Dächern jeden Hauses auf gen Himmel.
Und ihr ehern‘ Glockenklanggebimmel
Konnte über alle Plätze weh’n.

Fast vergeblich suchen Augen itzt
Jenen alten Fixpunkt in den Schluchten
Neuer Häuser und Paläste. Fluchten
Zeigen nur, wo Geld im Glasturm sitzt.

Zeiten, Sitten, o! Verspiegelt ist
Damit die Gewissheit uns’rer Ahnen
Und die Welt geworfen aus den Bahnen.

Durch moderne Schatten stolpernd misst
Jeder Schritt Distanz, die noch verbleibt,
Bis ein Nichts sich Alles einverleibt.