Re-Prise der Ernüchterung

Re-Prise der Ernüchterung.

Freudig, ja gar freudestrunken,
Drehe ich mich nochmal um
Und beginne unumwunden
Neuerlich die Aufklärung.
Ja, wie Zauber bindet’s wieder,
Was auf ewig schien geteilt,
Jeder Schleier legt sich nieder,
Wo nur dieser Glaube weilt.

Seid umschlungen, Millionen,
So lang’s euch bei mir gefällt.
Wissend, dass dereinst dies Geld,
wird mich nimmermehr belohnen.

this is poetry. so act accordingly.

this is poetry. so act accordingly.

bewegung und stillstand
ich stand sie,
die stille.
wo ist dein wille?
moment der bewegung –
bewegung, moment!
bewegung, bewegung.

auf einer straße,
der bahn für autos,
wir wollten weit,
vernichteten zeit,
durchquerten den raum.

proportionen der logik.
mich proportioniert
und nicht gewusst
wohin mit so manchem.
gelassen verlassen
mit dem gurt an der schulter.

morgen, morgen, nur nicht heute,
aber ich komme ja bald!
ich bin ja fast wo?

im Kreisen

im Kreisen

ich beuge mich aus
meiner gedanklichen 2-D-Halbkreiskugel
über den Halbkreis vor mir.
ich beuge mich.

es beäugt mich aus
der Tiefe, in die ich lesend dreidimensional
falle, ohne mich zu bewegen.
es beäugt mich.

Jetzt wird wohl immer,
wird wohl,
wird
gedrängt haben
und in mich dringt alles,
was so abperlt und ja,
ja. es ist schon später geworden.
absehbar, war absehbar, also
sehen wir davon ab
und zu ambivalent: noch nicht
weiter zu sein und das dann
doch einen Fortschritt zu nennen
fernab jeder Theorie, weiter zu
sein und das dann doch
einen Fortschritt zu nennen. fern.
ab jeder Theorie. weiter.
zu sein. und das dann.
doch.

Hammonia revisited (Heinrich Heine, baby!)

Hammonia revisited (Heinrich Heine, baby!)

Was dereinst noch als Zukunftsduft
Im Abort war zu riechen,
Vermochte in dem Lauf der Zeit
Tatsächlich hervor zu kriechen.

Die braune Scheiße, sagt man wohl,
Bracht’ wirklich man zum kochen!
Zwar kam es nicht zu ihrem Sieg
Am Ende, doch vermochten

Die dummen Menschen dem zum Trotz
Noch immer keine Wende
Hin zum Glanz der Liebessonn’,
Fern Not der Widerstände.

Auseinanderleben. Oder: Zu viel reden. Oder: Das Fotoalbum. Oder: Die Bilder, die wir im natürlichen Licht des Sommers machten, und jene, die wir in unsrem Winter finden. Oder: Unbenannt.

Auseinanderleben. Oder: Zu viel reden. Oder: Das Fotoalbum. Oder: Die Bilder, die wir im natürlichen Licht des Sommers machten, und jene, die wir in unsrem Winter finden. Oder: Unbenannt.

Sorglos diese Tage
in des Sommers Hitze.
Bleiben wird nur Frage
nach dem Gang der Witze,

die dich lachen ließen
auf den Bildern, die wir
heut noch ähnlich schießen.
Doch ich sehe, wie dir

etwas Sorgenfalten
brachte – jede Seite
werden’s mehr. Halten
kann in seiner Breite

sich dabei dein Lachen
nicht. Vielleicht kam’s damals
nicht vom Witzemachen,
sondern lag im Schweigen.

Geltung

Geltung

Blätterrausch aus Wind
in der Bäume Kronen.
Ob es Zeichen sind,
die in Dingen wohnen?

Dass der Regen kommt,
ist erspürt, eh Tropfen
fallen. Und es frommt
gegen mein Verkopfen.

Aber dieses Bild
ist so herzlich nichtig,
nur als Anlass wichtig,
um zu zeigen: es gilt.